Junghans Max Bill vs. Junkers Bauhaus

Vergleichstest: Junghans vs Junkers.

Das Duell der Bauhaus-Uhren: Die Junghans „Max Bill“ 027/4701.00 und die Junkers „Bauhaus“ 6050-2 im direkten Vergleich.  Zwei Automatikuhren, die sich optisch ähneln. Doch was unterscheidet sie?

Beiden Armbanduhren liegt der Bauhaus-Stil zugrunde, der von Walter Gropius in Weimar ab 1919 entwickelt wurde. Bauart und Konzeption waren damals völlig neu. Man ging erstmalig eine Verbindung von moderner Kunst und Handwerk ein. Im Vordergrund standen klare Linien, Schlichtheit und Purismus. Das Bauhaus Design hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Dieser schnörkellose Look wurde jeweils von den Firmen Junghans und Junkers auf ihre Uhrenkollektion übertragen. Erfahren Sie mehr über die schicken Bauhaus Uhren in unserem Vergleich.

Die Details der Bauhaus Uhren im Vergleich

Junghans „Max Bill“ 027/4701.00

  • Durchmesser: 38 mm
  • Gehäusehöhe: 10 mm
  • Breite des Armbandes: 18 mm
  • Gewicht: 82 Gramm
  • Uhrwerk: Automatik J800.1
  • Material: Edelstahl
  • Ausstattung: Datum, Leuchtzeiger
  • Wasserdichtigkeitszertifizierung: 3 bar

Junkers Bauhaus 6050-2

  • Durchmesser: 40 mm
  • Gehäusehöhe: 11 mm
  • Breite des Armbandes: 20 mm
  • Gewicht: 54 Gramm
  • Uhrwerk: Automatik ETA 2824-2
  • Material: Edelstahl
  • Ausstattung: Datum, Leuchtzeiger
  • Wasserdichtigkeitszertifizierung: 3 bar

Junghans „Max Bill“ 027/4701.00

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Über Max Bill

1908 geboren, hatte der Schweizer Max Bill viele Talente. Er war Architekt, Bildhauer, Maler und Produktgestalter. Als Bauhaus Schüler von Walter Gropius war er einer der außergewöhnlichsten Designer des letzten Jahrhunderts. Das Streben nach Klarheit und Präzision der Proportionen war ihm ein großes Anliegen. Das Multitalent gestaltete ab 1961 die legendären Armbanduhren im Bauhaus-Stil von Max Bill.  Das Gestaltungskonzept des Designs setzte er konsequent in seiner Uhrenkollektion um. Mittlerweile gehören sie zu den Klassikern unter den Armbanduhren.

Junghans Max Bill 027/4701.00

Die „*Max Bill 027/4701.00 von Junghans kommt ohne Effekte aus und überzeugt durch ihre zeitlose, schlichte Eleganz. Ein mechanisches Schweizer Automatikwerk Kaliber J800.1 treibt sie an. Beim Werk mit 25 Steinen wurde eine „Incabloc“ Stoßsicherung verwendet, die durch eine Decksteinfeder die Stöße gegen den Zapfen der Unruhwelle abfangen soll. Ihre Gangreserve beträgt bis ca. 38 Stunden. Langgezogene Strichindexe sorgen für gute Ablesbarkeit. Das schwarze Zifferblatt mit den Leuchtzeigern, Leuchtpunkten und einem Datumsfenster bei Position 3 Uhr wird durch einen gewölbten Plexi-Hartglasdeckel geschützt. Neuerdings wird das Plexiglas der „Max Bill“-Kollektion mit einer SICRALAN MRL UV-Beschichtung ausgestattet, die exklusiv für Junghans entwickelt wurde. Ein noch verbesserter Mehrwert durch eine höhere UV- und Chemikalienbeständigkeit. Die Kratzfestigkeit und der Tiefenglanz des Plexiglases wurden ebenso erhöht. Mit ihren 82 Gramm ist sie ein Leichtgewicht. Das Edelstahlgehäuse hat einen Durchmesser von 38 mm und mit einer Gehäusehöhe von 10 mm ist sie relativ zierlich. Ein 18 mm breites, weiches Kalbslederband schmiegt sich angenehm ums Handgelenk. Als negativ in unserem „Max Bill“ Test zeigt sich die geringe Wasserdichtigkeit von 3 bar. Alles in allem gehört die historisch inspirierte „Max Bill“ Automatikuhr von Junghans zu den angesagten Design- und Luxusuhren und ist ein absoluter Eyecatcher. Die Verarbeitung ist hochwertig. Hier zeigt sich die Qualität „Made in Germany“. Der Preis dieser edlen Uhr liegt bei ca. 845,- Euro.

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Junkers Bauhaus 6050-2

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Über Junkers

Der deutsche Konstrukteur und Unternehmer Hugo Junkers, geboren in Rheydt/Nordrhein-Westfalen, gründete 1895 gemeinsam mit Robert Ludwig in Dessau die Firma „Junkers & Co.“ Dort wurden Gasgeräte, Badeöfen, Heizgeräte und andere Erfindungen des Gründers hergestellt. Nur zwei Jahre später verließ Ludwig die Firma und Junkers blieb nun alleine Inhaber des Unternehmens. „Der fliegende Mensch“ – 1924 entworfen von F.P. Drömmer – wurde zum Firmen-Logo der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG, die 1936 zum bedeutendsten Rüstungskonzern des zweiten Weltkrieges wurde. Auch heute noch assoziiert der Name „Junkers“ sofort die Verbindung zu Flugzeugen. 1997 kam es zu einem langfristigen Lizenzvertrag der POINTtec Electronic GmbH mit der Familie Junkers zur Nutzung der Namensrechte. Vor über 25 Jahren begann Willi Birk mit der Produktion von Qualitätsuhren. Die populäre Bauhaus-Serie reiht sich perfekt in das Sortiment ein. Die Künstler des Bauhaus arbeiteten eng mit den Ingenieuren der Junkers-Werke zusammen. Die Uhren sind historisch inspiriert und entwickelten sich seit der ersten Serie 1997 schnell zu Sammlerstücken. Kleinserien von Fliegeruhren und Chronographen waren schnell vergriffen. Der Name Junkers steht für Robustheit und ein markantes Design.

Junkers Bauhaus 6050-2

Die Junkers Bauhaus kommt im klassischen und zeitlosen Design daher. Das Automatikwerk ETA 2824-2 der „*Junkers Bauhaus 6050-2 hat einen 10 Sekunden Vorlauf in 3 Wochen (Angabe von Käufern) und eine Gangreserve von bis zu 38 Stunden. Das Gehäuse ist mit einem Durchmesser von 40 mm etwas größer als die „Junghans Max Bill Automatic“, dafür ist sie mit 54 Gramm etwas leichter als die „Max Bill“. Das Lederarmband wirkt etwas starr, dafür ist es gepolstert und gut vernäht. Gewölbtes Hesalitglas schützt das Zifferblatt mit den fluoreszierenden Zeigern und der Datumsanzeige. Hesalit ist eine Kunststoffart, die leider anfällig ist für Kratzer. Trotz der Polierbarkeit kann mit der Zeit eventuell eine spröde Optik entstehen. Die Wölbung am Rand lässt das Zifferblatt optisch größer erscheinen. Der Kunststoff ist leichter als Saphirglas und wirkt sich auf das Gesamtgewicht aus. Das Edelstahlgehäuse ist poliert und der Gehäuseboden besteht aus Glas, damit man dem Automatikwerk bei der Arbeit zusehen kann. Die Armbanduhr der Firma Junghans verzichtet auf diesen Glasboden, er ist komplett aus Edelstahl. Diese exklusive Armbanduhr wurde inzwischen zu einem Sammlerstück und wird bis heute in Deutschland handgefertigt. In unserem Junkers Bauhaus Test ist uns das schweißanfällige Lederarmband und das empfindliche Hesalitglas etwas negativ aufgefallen. Positiv bewerten wir das gut ablesbare Zifferblatt mit Leuchtzeigern bei Dunkelheit, das geringe Gewicht und das sehr gute Preis- Leistungsverhältnis. Mit einem Preis von ca. 399,- Euro liegt die „*Junkers Bauhaus 6050-2 preislich deutlich unter der „Junghans Max Bill“. Ein schöner Zeitmesser, auch für den schmaleren Geldbeutel.

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Fazit: Junghans Max Bill vs. Junkers Bauhaus

Die Modelle „*Max Bill 027/4701.00 von Junghans und „*Bauhaus 6050-2 von Junkers sind Zeitmesser für Uhrenenthusiasten. Der Retro-Look ist gelungen. Purismus und Klarheit in den Formen zeigen den Bauhaus Gedanken. Jede Uhr hat dabei ihre Vor- und Nachteile. Die Vorteile der „Junghans Max Bill Automatic“ sind das qualitativ hochwertige Innenleben, wie die Incabloc Stoßsicherung, das weiche Kalbslederband, gute Gangwerte, das klare Design und der hohe Wiedererkennungswert. Vorteile der Junkers sind unter anderem der Gehäuseboden aus Glas, ein gutes Preis- Leistungsverhältnis, sehr guter Tragekomfort und die gute Ablesbarkeit. Ungefähr 30 Jahre liegen zwischen beiden Firmengründungen, die bis heute die Welt der Uhren verändert haben. Junghans und Junkers sind gleichermaßen exklusiv und „Made in Germany“. Beide Uhrenmodelle gehen eine wunderbare Symbiose zwischen Historie und Moderne ein. Aber entscheiden Sie selbst, welche Uhr Ihnen besser gefällt!

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